michasblog.de - News aus Hage & Ostfriesland

Rettet die UEK oder doch lieber eine Regionalklinik?

Da ist er nun, der lang ersehnte Vorschlag zur Restrukturierung der Krankenhauslandschaft in Ostfriesland: Der Bau einer Regionalklinik.

sasint / Pixabay

Es muss wie ein Schlag ins Gesicht derjenigen wirken, die so vehement gegen eine Zentralklinik bzw. für den Erhalt der wohnortnahen Krankenhäuser kämpften. Und doch, was bleibt denn anderes übrig?

Alternativlos

Eine neue Regionalklinik löst viele Probleme. Die defizitären Strukturen und Mehrfachstationen über die drei Krankenhäuser hinweg lassen keinen anderen Schluss zu. Ein relativ kleiner geografischer Einzugsbereich und bspw. der Verlust des Status als Hochschul-Lehrkrankenhaus: Das alles summiert sich. Eine Region, die ohnehin schon mit lokalem Ärztemangel zu kämpfen hat, versuchte krampf- und krankhaft junge und gestandene Ärzte hierher zu locken. Bedenkt, dass in den Kliniken normalerweise die Facharztausbildung erfolgt. Nur bietet leider keines der Häuser das notwendige volle Spektrum für die Ausbildung. Nein, man wäre genötigt zu zirkulieren. Mit teilweise langen Fahrtwegen wohlgemerkt. Hinzu kommt die größtenteils veraltete Technik.

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The Walking D… : The Walking Boßler in Ostfriesland

Mir wurde einmal gesagt: “Das Höchste was ein Mensch werden kann ist Ostfriese” – und damit einhergehend müsse man auch Boßler in Ostfriesland werden. Obwohl dies ja eigentlich auch nur möglich ist, wenn man denn hier geboren ist. Zugewanderte schaffen allerhöchstens den Ostfriesen zweiter Klasse.

Derks24 / Pixabay

Nun wohnen wir bereits gut 6 Jahre hier an der Küste und ich kann nahezu allen Bräuchen und Traditionen hier an der Küste etwas abgewinnen. Was sich allerdings zumeist am Wochenende, auch auf stark frequentierten Straßen abspielt, erschließt sich mir noch immer nicht. Meine erste Begegnung mit dem B0ßeln war mit dem abrupten Abbremsen eines mir vorausfahrenden Fahrzeugs verbunden. Als geborener Philanthrop schwoll mir bereits der Wutkamm aufgrund der Beinahe-Vollbremsung des Vordermann (oder -frau) und ich war im Begriff eine wohlbegründete und mit Eloquenz vorgetragene Meckertirade vom Stapel zu lassen bis, ja bis ich plötzlich aus den Augenwinkeln ein rundes Etwas mit hoher Geschwindigkeit im rechten Straßengraben verschwinden sah. Langsam weiterfahrend kam dann auch hinter der Kurve ein Pulk von Menschlein ins Blickfeld, einige mit Trainingsanzügen bekleidet, andere in normaler Kleidung. Einige trugen Kescher-ähnliche Gerätschaften, die wohl Kraber genannt werden, andere trugen diese Kugeln aus einem undefinierbaren Material (so im Nachgang erklärte man mir, dass es sie wohl vorwiegend aus Gummi, manche auch aus Holz bestehen). Weiterlesen

Kundenservice in Ostfriesland – Amazon als Lehrmeister

Ich gebe es offen zu: Kundenservice in Ostfriesland bei Reparatur, Umtausch oder Erstattung nehme ich nicht gerne in Anspruch.

kundenservice in ostfriesland - kundenservice-in-ostfriesland
photo credit: Customer Service via photopin (license)

Dies hat mehrere Gründe:

  • lästige Kassenbons, Garantiebelege – ich nehme mir immer vor diese aufzubewahren und im Endeffekt landen sie im Müll. Ich bin auch kein Freund der Zettelwirtschaft. Bei mir herrscht digitale Ordnung. Nahezu alle Dokumente sind als indiziertes, redundantes, durchsuchbares PDF hinterlegt und jederzeit von überall aus abrufbar.
  • die Fahrerei. Neben höheren Verkaufskosten der Produkte, welche ich – bei KOMPETENTER Beratung – gerne bereit bin mitzutragen, muss ich auch einen längeren Fahrweg in Kauf nehmen. Gut, habe ich nicht anders gewollt, denn ich wohne ja hier, aber auch dies trägt zu den Gesamtkosten bei. Darüber hinaus: Fahrzeit = verlorene Lebenszeit.

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Tiergarten in Rechtsupweg – Oder aus alt mach neu

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Seit dem Jahr 2010 leben meine Frau und ich in Ostfriesland und haben in dieser Zeit auch den ehemaligen Tiergarten in Rechtsupweg, damals noch geführt unter Tiergarten Endelmann, besucht.

Wir waren damals erschreckt ob der teilweise katastrophalen Zustände der Gehege, des indiskutablen Spielplatzes und allgemein des sehr tristen und wenig einladenden Ambientes. Daher war ich persönlich auch zunächst wenig erbaut als meine Frau mir eröffnete, dass sie gern erneut, nunmehr mit 2 Kleinkindern, den Tierpark besuchen möchte. Sie hätte gehört, dass sich der Besitzer geändert habe. Aber wer bin ich schon meiner Frau einen Wunsch abzuschlagen – das geht eh immer nach hinten los.

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Zu viel Rasen im Moos – eine Anregung

Der Frühling ist da. Endlich ist es wieder warm, grün und bunt. Ich liebe den Frühling. Und ich habe zu viel Rasen im Moos.

Mittlerweile nenne ich auch einen ziemlich großen Garten mein Eigen. Ok, er ist gemietet, aber das macht nichts. Er ist so groß, dass man trotz einer sehr großen Terrasse (ca. 20 qm )und eines etwa 6 qm großen Rundbeetes immer noch zwischen einer und 1,5 Stunden braucht, um den Rasen zu mähen. Also, ich meine damit mähen und nicht schneiden. Rasenmäher an und drüberfahren. Nicht Nagelschere auspacken und jeden Grashalm mit Zentimetermaß auf die exakt selbe Länge schneiden. Die Rasenkanten werden auch nur deswegen getrimmt, weil das Gras sonst in den Nachbargarten wuchern würde.

Zuviel Rasen im Moos
(c) Michael Kusnierz

Wenn ich an meine ehemaligen Nachbarn denke…die würden beim Anblick meines jetzigen Gartens vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und ein Stoßgebet an den Schutzheiligen der Gärtner schicken (gibt´s den?).

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Hundeverbot für den Kiessee in Hage

Die Samtgemeinde hat also beschlossen ein saisonbezogenes Hundeverbot für den Kiessee in Hage bzw. den Kurpark auszusprechen und im Anschluss noch die Leinenpflicht für die Wintermonate einzuführen. Testweise versteht sich. Ganz großes Kino.

Hundeverbot für den Kiessee
(c) Michael Kusnierz

Als unmittelbar betroffener Hundehalter, siehe Foto, kann ich dies nicht unbedingt nachvollziehen. Man begründet die Entscheidung seitens der Samtgemeinde Hage mit dem Fokus auf Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

SICHERHEIT – Kam es zu unmittelbaren Unfällen mit Hunden? Mir ist persönlich kein Fall der letzten Jahre bekannt und ich kann mich auch nicht an eine mediale Ausschlachtung bezüglich eines Hundeangriffs erinnern. Nun die Keule zu schwingen und alle Hundehalter ob der Begriffsstutzigkeit einiger – auf gut Deutsch – Idioten abzustrafen lässt einen faden Beigeschmack aufkommen. Da die Samtgemeinde Hage eine Sicherheitsfachkraft für den Park beschäftigt, wäre es doch ein leichtes empfindliche Ordnungsstrafen bzw. -strafsätze einzuführen. Durch die obligatorische Verpflichtung durch das Lande Niedersachsen den eigenen Hund im Landeshunderegister zu erfassen und der allgemeinen, generellen Chippflicht wäre es auch recht einfach Vergehen und Verstöße dokumentarisch festzuhalten, sowie notorisch Lernresistenten über Strafen beizukommen.

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Flüchtlinge in Utlandshörn dürfen bleiben – Aequis aequus

Einstweilige Verfügung gegen Nutzung der ehemaligen Küstenfunkstation für Flüchtlinge in Utlandshörn abgelehnt!

Flüchtlinge in Utlandshörn NEU
Urheber: Montecruz Foto. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Nun ist es amtlich: Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat dem Antrag einiger Anlieger in unmittelbarer Nähe zur Flüchtlingsunterkunft in Utlandshörn NICHT stattgegeben und stattdessen in dessen Begründung zum Urteil mehr als deutlich gemacht, dass KEINE Verletzung von Nachbarschaftsrechten vorliegt. Das Gericht hat klar gestellt, dass

  • die Bauaufsicht nicht der Stadt Norden obliegt
  • es einen über die situationsbedingte Wertminderung hinaus gehenden Wertverlust der Immobilien nicht erkennen kann
  • es keine umweltrechtlichen Aspekte tangiert sieht bzw. erkennen kann
  • das Baurecht sicherlich nicht dazu dient Befürchtungen der Anlieger ob MÖGLICHEM Fehlverhaltens seitens der Flüchtlinge in Utlandshörn zu regulieren

Ganz ehrlich, dieses Urteil macht so unendlich glücklich. Wie bereits in meinem vorherigen Beitrag zu diesem Thema, “Hilfe, da sind bald Flüchtlinge in Norddeich“, bin ich bekennender Verfechter des humanitären Gedankens. Fremdenfeindlichen Floskeln – und um nichts anderes handelt es sich bei denen durch die Anwohner aufgeführten “Argumente” – wurde letztlich ein Riegel vorgeschoben.

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Hilfe, da sind bald Flüchtlinge in Norddeich! (SARKASMUS)

Flüchtlinge in Norddeich – Wie kann es der Landkreis nur wagen, wie gemein kann er nur sein … Anwohner klagen gegen Flüchtlingsunterkunft!

Da schlägt man früh morgens, gut gelaunt den Ostfriesischen Kurier auf und eine Hiobsbotschaft erwartet den geneigten Leser: Flüchtlinge in Norddeich, Utlandshörn. Dieses mindestens 150m von Wohnhäusern entfernte, seit 4 Jahren ungenutzte, ja nahezu brach liegende Gebäude soll nun für Flüchtlinge in Norddeich urbar gemacht werden. Laut Kurier handelt es sich bei den “besorgten” Bürgern um Menschen, die durchaus “freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen” sind – die Frage sei gestellt, ob sich das auf Flüchtlinge oder Ansässige bzw. Touristen bezieht. Ich persönlich tendiere zum Letzteren.

Man muss sich das einmal auf der sprichwörtlichen Zunge zergehen lassen. Als Gründe für die Klage werden genannt:

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Ewige Meer – Moor – Hochmoorsee

Was ist in Ostfriesland auf jeden Fall einen Besuch wert – Das ewige Meer!

Viele werden auf das “Das Otto-Museum”, den “Pilsumer Leuchtturm” und wieder andere auf “Greeeetsiel” verweisen. Ich dagegen empfehle das Ewige Meer.

Warum das werden sich einige fragen?

Eine kaum veränderte, ursprüngliche Moorlandschaft, eine Ruhe wie man sie sonst kaum findet. Ich denke das Bild spricht für sich.

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Wieder mal die geplante Zentralklinik Georgsheil …

Zentralklinik Georgsheil: Norder SPD schießt quer” titelt die größte Tageszeitung im Raum Norden, der Ostfriesische Kurier.

Natürlich, in einer Demokratie ist Diskussion über das Für- und Wieder auch einer Zentralklinik Georgsheil ein tief verwurzeltes Recht und sollte unangetastet bleiben. Betrachtet man die Situation jedoch aus Zugezogener aus der Universitätsstadt Münster, lässt einen dieses Gebaren mitunter nur ungläubig staunen.

Bevor ich meine Meinung zu diesem Thema äußere muss man vielleicht in diesem Zusammenhang erwähnen, dass ich ebenfalls in der Pflege gearbeitet habe und durchaus mit dem Alltag, Problemen und Nöten kleinerer Krankenhäuser, sowie auch einer Zentralklinik, vertraut bin. Warum erachte ich nun die Diskussion um eine moderne Zentralklinik Georgsheil als unnötig? Hier spielen vorrangig unsere Erlebnisse mit dem Krankenhaus Norden ein. Die Zentralklinik Georgsheil ist eine Alternative …

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