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Wieder mal die geplante Zentralklinik Georgsheil …

Zentralklinik Georgsheil: Norder SPD schießt quer” titelt die größte Tageszeitung im Raum Norden, der Ostfriesische Kurier.

Natürlich, in einer Demokratie ist Diskussion über das Für- und Wieder auch einer Zentralklinik Georgsheil ein tief verwurzeltes Recht und sollte unangetastet bleiben. Betrachtet man die Situation jedoch aus Zugezogener aus der Universitätsstadt Münster, lässt einen dieses Gebaren mitunter nur ungläubig staunen.

Bevor ich meine Meinung zu diesem Thema äußere muss man vielleicht in diesem Zusammenhang erwähnen, dass ich ebenfalls in der Pflege gearbeitet habe und durchaus mit dem Alltag, Problemen und Nöten kleinerer Krankenhäuser, sowie auch einer Zentralklinik, vertraut bin. Warum erachte ich nun die Diskussion um eine moderne Zentralklinik Georgsheil als unnötig? Hier spielen vorrangig unsere Erlebnisse mit dem Krankenhaus Norden ein. Die Zentralklinik Georgsheil ist eine Alternative …

Hier kurz zwei Anekdoten, die einem zu denken geben sollten:

1. Als unser erstes Kind knapp 4 Monate alt war, kam es nachts zu einem sprunghaften Fieberanstief auf ca. 41°C. Wir riefen in diesem Fall die 112 an und baten um Unterstützung. Dort hieß es dann leider nicht nur, dass die Klinik in Norden für Kinder dieses Alters nicht ausgelegt sei, sondern darüber hinaus auch noch wir sollen doch bitte selbst das Kind nach Aurich in die Klinik fahren. Ein RTW wäre für Kinder dieses Alters ebenfalls nicht ausgestattet und verfügbar. Das war unser erster Kontakt mit der Klinik in Norden. Auch hier böte sich eine Zentralklinik Georgsheil an, da diese wesentlich näher gelegen ist als Aurich (oder Emden).

2. Im Alter von ca. 1 1/2 Jahren kam es – ebenfalls bei unserem “Ältesten” – zu einem Fieberkrampf. Scheinbar war die Kinderstation nun für Kinder dieses Alters geeignet, jedenfalls verbrachte er dort einige Tage zur Beobachtung. Zwei Dinge sind uns in diesem Zusammenhang aufgefallen:

  • Im Spielzimmer sind die Steckdosen nicht kindersicher, d. h. entsprechend durch einen Plastikschutz versehen. Nach Hinweis auf der Station wurde dieser äußerst gelangweilt aufgenommen und verschwand wahrscheinlich ebenso schnell wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis. Getan hat sich nämlich anschließend NICHTS.
  • Wegen “möglicher” ansteckender Keime sollte der Kleine doch bitteschön auf dem Zimmer bleiben und NICHT das Kinderspielzimmer besuchen. Aha, es gibt keine Diagnose und deshalb dem Kind, dass gerade Laufen gelernt hat im Zimmer einsperren. Wenn denn eine Diagnose denn gesichert gewesen wäre, hätte ich ja ebenfalls für eine ISO plädiert, dann aber dem Kind doch Spielmöglichkeiten bieten. Kinderfreundliche Krankenhäuser sehen anders aus.

Warum nun plädiere ich FÜR eine Zentralklinik Georgsheil? Diese muss komplett neu zertifiziert werden, d. h. es gibt Mindeststandards und zumindest für die ganz Kleinen wird diese Klinik wesentlich näher liegen und schneller zu erreichen sein als Aurich oder Emden. Auch weiterführende Diagnostik (Nachweise wie TIA, Schlaganfälle) scheinen in der Klinik Norden ein Ding der Unmöglichkeit. In diesen Fällen ist Schnelligkeit gefragt. Warum erst den Umweg über Norden und dann doch Weitervelegung in andere Krankenhäuser forcieren?

Die Zentralklinik Georgsheil bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma und hat zumindest in mir einen “Advokaten” gefunden.

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